Nach einem Frühstück am Meer, wo ein frecher Spatz mein letztes Stück Croissant vom Teller entfernte, stauten wir uns zum Flughafen.


Um 09:15 gaben wir brav unser Auto am Flughafen zurück. Insgesamt legten wir 8.000 km zurück 🤦. Unser treuer chinesischer Freund, der Chery Tiggo 7 (Benzin,Hybrid, PlugIn), brachte uns zuverlässig in jede Ecke Neuseelands – auf Asphalt, Schotter oder Sand. Der Durchschnittsverbrauch lag bei phänomenalen 4,8 Litern. Laut ChatGPT hat er 235 PS, was man auch wirklich merkte. Wir tankten Benzin mit 91 Oktan. Elektrisch haben wir das Auto nie geladen.
Karin flog um 12:45 Richtung Heimat. Da mein Weiterflug nach Los Angeles erst um 20:10 ging, verbrachte ich noch ein paar Stunden im Zentrum von Auckland. Karin und ich verbrachten erstmals 62 Tage ohne Unterbrechung gemeinsam im Urlaub. Es hat gut geklappt, und wir haben uns gut verstanden.




Danke an alle Leserinnen und Leser für eure Treue. Ich hoffe, euch hat der Reiseblog gefallen und ihr konntet ein wenig Neuseeland miterleben.
Ich reise nun weiter nach Costa Rica und Nicaragua.
Falls ihr mich weiterhin begleiten möchtet, seid ihr herzlich eingeladen:
claus-reisen.blogspot.com
Resümee:
Neuseeland ist landschaftlich abwechslungsreich und absolut sehenswert. Manche wenige Gegenden erinnerten mich an Österreich. Die Vegetation, besonders die zig Jahre alten Riesenbäume sind enorm. Der Sand der Sandstrände ist so fein, wie ich es selten gesehen habe. Auch die Sauberkeit dieser ist unbeschreiblich. Es ist absolut kein Mist zu finden. Auch nicht das kleinste Papier oder Plastik. Sauberer geht’s kaum. Die Temperatur des Meeres schwankt etwa zwischen 15 und 22 Grad. Kommt natürlich darauf an wo man ist. Ich war überall schwimmen.
Tierweltmäßig schaut es eher flau aus. Es gibt viele Vögel, die unter anderem lustig auf der Fahrbahn umherlaufen und auf ihren selbstgewählten Suizid warten. Ich habe aber aufgepasst !!! Natürlich gibt es die bekannten Kiwis (auch die Einwohner werden so genannt), die ich in freier Wildbahn nicht gesehen habe. Also die Vögel 🤭. Sie haben auch viele Feinde und sind daher sehr selten und nur in machen Gebieten zu sehen. Außerdem sind sie nachtaktiv. Kurz gesagt: Die meisten heutigen „Feinde“ des Kiwis sind eingeführte Säugetiere wie Steinmarder, Hunde, Katzen, Schweine und Ratten, da Kiwis evolutionär gar nicht für das Überleben gegen solche Räuber ausgestattet sind.
Insekten wie Gelsen, Fliegen, Wespen und anderes für uns unnützes Getier, sind in Neuseeland sehr, sehr selten. An der Westküste der Südinsel (West Coast, Fiordland – berüchtigt!) gibt es die lästigen Black Sandflies (Austrosimulium). Sie sind winzig, leise und man merkt den Stich oft erst später. Nur die Weibchen stechen 🤷♂️, weil sie Blut für die Eiablage brauchen. Natürlich dürfen wir die 15.345.122 Schafe und die nicht gezählten Kühe vergessen, die einfach da sind.
Die Bevölkerung ist extrem freundlich. Jedes Lächeln wird erwidert, wenn es nicht schon zuerst von den Kiwis kommt. Wäre bei uns auch wünschenswert.
Ein Beispiel: Ich bestellte an einem Strand bei einem Kaffeestand einen Kaffee (keine schlechte Idee 👍). Als es zum Bezahlen ging, konnte ich erstmals nicht mit meinem Handy (NFC) zahlen. Sie akzeptierten nur Barzahlung oder Banküberweisung. Beides hatte ich nicht zur Verfügung. Man sagte mir, ich solle bezahlen, wenn ich wieder einmal vorbeikäme. Daraufhin mischte sich ein daneben stehender Mann ein und beglich den Betrag bar. „No problem!“, meinte er. Es handelte sich um 5 NZD (ca. 2,50 €).
In den Restaurants, Pubs, Bars oder Coffeshops wird man zuvorkommend und wie ein wertvoller Gast behandelt. Unabhängig von der Bekleidung oder dem Aussehen. Die Preise für die Kulinarik sind meiner Meinung nach billiger, bzw. gleich wie bei uns. Fisch, Muscheln, Austern und weiters Getier aus dem Wasser sind definitiv billiger. Wein und Bier ist ein bisschen teurer als bei uns. Für ein Glas Wein wird im Schnitt € 7, für ein Bier € 6 (Pint = 400ml) verlangt. Viele Servierkräfte sind junge Europäer:Innen 😂. Bei Bezahlung wird fast immer ein Aufschlag (Surcharge) von etwa 2 % dazugerechnet. Ein Surcharge ist ein Aufpreis, den Händler auf Zahlungen erheben, um ihre Bank- oder Transaktionskosten für z. B. Kreditkarten oder kontaktlose Zahlungen weiterzugeben. Ab Mai 2026
dürfen Händler keine Surcharges mehr verlangen.
Autoverkehr ist relaxed und angenehm. Ähnlich wie in den USA. Kein Gehupe, kein Mittelfinger (außer einmal – dürfte ein Europäer gewesen sein), keine Hektik. Höchstgeschwindigkeit ist 100 km/h. Ganz, ganz selten 110 km/h. Es gibt kein Ende von Geschwindigkeitsbeschränkungen. Es wir immer die aktuelle erlaubte Geschwindigkeit angezeigt. In vielen Fällen, kann man die angegebene Geschwindigkeit gar nicht erreichen. Beispiel: 80 km/h Beschränkung. 100 Meter vor dir eine Kreuzung mit Nachrangtafel. Neue Geschwindigkeitstafel mit 100 km/h 👏. No Risk no Fun. Außerdem gibt es keine Überholverbotstafeln. Nur Sperrlinien und vorher angekündigte Überholpassagen.
Alkohol: Bei der Übernahme des Autos, sagten die Vermieter, dass 1 Getränk erlaubt ist 🤷♂️. Welches ? Dann schauten sie nach und meinten, dass ab Dezember 2025 nur mehr 0,0% erlaubt sind.
Wir bereisten jeweils vier Wochen lang die Nord- und die Südinsel. Nur selten blieben wir drei Nächte an einem Ort. Manchmal wäre ein längerer Aufenthalt schön gewesen, doch dafür war die Zeit zu knapp. Was ist schöner – die Süd- oder die Nordinsel? Jede Insel hat ihre ganz eigenen Reize. Besonders gefallen haben mir auf der Südinsel die Städte Queenstown und Christchurch. Die Weingüter im Süden wie auch im Norden sind gefährlich 🍷🤪, aber sehr empfehlenswert. Die Catlins, ein Gebiet im Süden der Südinsel, waren für mich ein echtes Highlight. Auch der Norden der Nordinsel mit seinen langen, weitläufigen Stränden hätte zum längeren Verweilen eingeladen. Auckland und Wellington hingegen haben für mich wenig Charme und kein wirklich schönes Zentrum. Dafür sind sie vermutlich noch zu jung. Es wird wild gebaut – ob es passt oder nicht. Die übrigen kleineren Orte ähneln sich stark: eine Hauptstraße mit überdachten Geschäften, sodass man auch bei Regen nicht nass wird. Allerdings gibt es nur wenig, das wirklich zum Einkaufen einlädt.
Kia ora aus Aotearoa!** 🇳🇿













































































































