03.02.2026 – Ende der 62 tägigen Neuseelandreise

Nach einem Frühstück am Meer, wo ein frecher Spatz mein letztes Stück Croissant vom Teller entfernte, stauten wir uns zum Flughafen.

Um 09:15 gaben wir brav unser Auto am Flughafen zurück. Insgesamt legten wir 8.000 km zurück 🤦. Unser treuer chinesischer Freund, der Chery Tiggo 7 (Benzin,Hybrid, PlugIn), brachte uns zuverlässig in jede Ecke Neuseelands – auf Asphalt, Schotter oder Sand. Der Durchschnittsverbrauch lag bei phänomenalen 4,8 Litern. Laut ChatGPT hat er 235 PS, was man auch wirklich merkte. Wir tankten Benzin mit 91 Oktan. Elektrisch haben wir das Auto nie geladen.


Karin flog um 12:45 Richtung Heimat. Da mein Weiterflug nach Los Angeles erst um 20:10 ging, verbrachte ich noch ein paar Stunden im Zentrum von Auckland. Karin und ich verbrachten erstmals 62 Tage ohne Unterbrechung gemeinsam im Urlaub. Es hat gut geklappt, und wir haben uns gut verstanden.



Resümee:
Neuseeland ist landschaftlich abwechslungsreich und absolut sehenswert. Manche wenige Gegenden erinnerten mich an Österreich. Die Vegetation, besonders die zig Jahre alten Riesenbäume sind enorm. Der Sand der Sandstrände ist so fein, wie ich es selten gesehen habe. Auch die Sauberkeit dieser ist unbeschreiblich. Es ist absolut kein Mist zu finden. Auch nicht das kleinste Papier oder Plastik. Sauberer geht’s kaum. Die Temperatur des Meeres schwankt etwa zwischen 15 und 22 Grad. Kommt natürlich darauf an wo man ist. Ich war überall schwimmen.
Tierweltmäßig schaut es eher flau aus. Es gibt viele Vögel, die unter anderem lustig auf der Fahrbahn umherlaufen und auf ihren selbstgewählten Suizid warten. Ich habe aber aufgepasst !!! Natürlich gibt es die bekannten Kiwis (auch die Einwohner werden so genannt), die ich in freier Wildbahn nicht gesehen habe. Also die Vögel 🤭. Sie haben auch viele Feinde und sind daher sehr selten und nur in machen Gebieten zu sehen. Außerdem sind sie nachtaktiv. Kurz gesagt: Die meisten heutigen „Feinde“ des Kiwis sind eingeführte Säugetiere wie Steinmarder, Hunde, Katzen, Schweine und Ratten, da Kiwis evolutionär gar nicht für das Überleben gegen solche Räuber ausgestattet sind.
Insekten wie Gelsen, Fliegen, Wespen und anderes für uns unnützes Getier, sind in Neuseeland sehr, sehr selten. An der Westküste der Südinsel (West Coast, Fiordland – berüchtigt!) gibt es die lästigen Black Sandflies (Austrosimulium). Sie sind winzig, leise und man merkt den Stich oft erst später. Nur die Weibchen stechen 🤷‍♂️, weil sie Blut für die Eiablage brauchen. Natürlich dürfen wir die 15.345.122 Schafe und die nicht gezählten Kühe vergessen, die einfach da sind.
Die Bevölkerung ist extrem freundlich. Jedes Lächeln wird erwidert, wenn es nicht schon zuerst von den Kiwis kommt. Wäre bei uns auch wünschenswert.
Ein Beispiel: Ich bestellte an einem Strand bei einem Kaffeestand einen Kaffee (keine schlechte Idee 👍). Als es zum Bezahlen ging, konnte ich erstmals nicht mit meinem Handy (NFC) zahlen. Sie akzeptierten nur Barzahlung oder Banküberweisung. Beides hatte ich nicht zur Verfügung. Man sagte mir, ich solle bezahlen, wenn ich wieder einmal vorbeikäme. Daraufhin mischte sich ein daneben stehender Mann ein und beglich den Betrag bar. „No problem!“, meinte er. Es handelte sich um 5 NZD (ca. 2,50 €).
In den Restaurants, Pubs, Bars oder Coffeshops wird man zuvorkommend und wie ein wertvoller Gast behandelt. Unabhängig von der Bekleidung oder dem Aussehen. Die Preise für die Kulinarik sind meiner Meinung nach billiger, bzw. gleich wie bei uns. Fisch, Muscheln, Austern und weiters Getier aus dem Wasser sind definitiv billiger. Wein und Bier ist ein bisschen teurer als bei uns. Für ein Glas Wein wird im Schnitt € 7, für ein Bier € 6 (Pint = 400ml) verlangt. Viele Servierkräfte sind junge Europäer:Innen 😂. Bei Bezahlung wird fast immer ein Aufschlag (Surcharge) von etwa 2 % dazugerechnet. Ein Surcharge ist ein Aufpreis, den Händler auf Zahlungen erheben, um ihre Bank- oder Transaktionskosten für z. B. Kreditkarten oder kontaktlose Zahlungen weiterzugeben. Ab Mai 2026
dürfen Händler keine Surcharges mehr verlangen.
Autoverkehr ist relaxed und angenehm. Ähnlich wie in den USA. Kein Gehupe, kein Mittelfinger (außer einmal – dürfte ein Europäer gewesen sein), keine Hektik. Höchstgeschwindigkeit ist 100 km/h. Ganz, ganz selten 110 km/h. Es gibt kein Ende von Geschwindigkeitsbeschränkungen. Es wir immer die aktuelle erlaubte Geschwindigkeit angezeigt. In vielen Fällen, kann man die angegebene Geschwindigkeit gar nicht erreichen. Beispiel: 80 km/h Beschränkung. 100 Meter vor dir eine Kreuzung mit Nachrangtafel. Neue Geschwindigkeitstafel mit 100 km/h 👏. No Risk no Fun. Außerdem gibt es keine Überholverbotstafeln. Nur Sperrlinien und vorher angekündigte Überholpassagen.
Alkohol: Bei der Übernahme des Autos, sagten die Vermieter, dass 1 Getränk erlaubt ist 🤷‍♂️. Welches ? Dann schauten sie nach und meinten, dass ab Dezember 2025 nur mehr 0,0% erlaubt sind.
Wir bereisten jeweils vier Wochen lang die Nord- und die Südinsel. Nur selten blieben wir drei Nächte an einem Ort. Manchmal wäre ein längerer Aufenthalt schön gewesen, doch dafür war die Zeit zu knapp. Was ist schöner – die Süd- oder die Nordinsel? Jede Insel hat ihre ganz eigenen Reize. Besonders gefallen haben mir auf der Südinsel die Städte Queenstown und Christchurch. Die Weingüter im Süden wie auch im Norden sind gefährlich 🍷🤪, aber sehr empfehlenswert. Die Catlins, ein Gebiet im Süden der Südinsel, waren für mich ein echtes Highlight. Auch der Norden der Nordinsel mit seinen langen, weitläufigen Stränden hätte zum längeren Verweilen eingeladen. Auckland und Wellington hingegen haben für mich wenig Charme und kein wirklich schönes Zentrum. Dafür sind sie vermutlich noch zu jung. Es wird wild gebaut – ob es passt oder nicht. Die übrigen kleineren Orte ähneln sich stark: eine Hauptstraße mit überdachten Geschäften, sodass man auch bei Regen nicht nass wird. Allerdings gibt es nur wenig, das wirklich zum Einkaufen einlädt.


02.02.2026 – Takapuna Beach / Auckland


Nach einem herrlichen Meeraufenthalt um 09:00 Uhr bei schon 23 Grad Außentemperatur fuhren wir in das Zentrum der Stadt Whangarei zum Town Basin auf ein gepflegtes Frühstück. Ein schöner Hafenbereich mit Cafés, Restaurants und dem Hundertwasser Art Center & Wairau Mãori Art Gallery.


Hundertwasser Art Centre with Wairau Māori Art Gallery

Der Whangarei District Council (Distriktrat) plante zu Ehren von Friedensreich Hundertwasser ein Kunstzentrum in der Stadt zu errichten und bat Hundertwasser bereits 1993 um den Entwurf für dieses Kunstzentrum. Hundertwasser skizzierte ein zweistöckiges Gebäude mit einem von unten begehbarem bewaldeten Dach auf dem schönsten Platz in Whangarei, an einem Wasserarm des Yachthafens. Das Hundertwasser Art Centre sollte gleichzeitig die Wairau Māori Art Gallery beherbergen. Nachdem der Whangarei District Council 2014 seine Unterstützung für das geplante Hundertwasser Art Center zurückgezogen hatte, entschied sich eine Gruppe lokaler Bürger, die Realisierung des Projektes zu übernehmen. Sie gründeten den Prosper Northland Trust für die Realisierung des Vorhabens. Nach dem Erfolg eines öffentlichen Referendums bildete der PNT in Zusammenarbeit mit dem Whangarei Art Museum Trust und dem Wairau Māori Art Gallery Board ein Team von Freiwilligen, um die erforderlichen Mittel für die Realisierung des Projekts zu sammeln. Das Projektteam musste das Ziel von 16,25 Mio. NZ$ bis Ende Juni 2017 erreichen, damit das Projekt fortgesetzt werden konnte. Um auch die Betriebskosten zu sichern, wurde das Budget auf 20,97 Mio. NZ$ erhöht. Das Team von ehrenamtlichen Mitarbeitern (man schätzt, dass über 200 Personen mehr als 30.000 Stunden Arbeitszeit für das Projekt geleistet haben) erfüllte die Bedingungen bis zum 30. Juni 2017 und sammelte die gesamten 20,97 Millionen NZ-Dollar. Die Bauarbeiten begannen im Juni 2018 und sollen bis Ende 2020 / Anfang 2021 abgeschlossen sein. Das HUNDERTWASSER ART CENTER mit der Wairau Māori Art Gallery wird über eine hochmoderne Galerie mit Originalwerken von Friedensreich Hundertwasser und Neuseelands erste Galerie für zeitgenössische Māori-Kunst verfügen. Es befindet sich an der von Hundertwasser ausgewählten Stelle an der Ecke Quayside und Riverside im Whangarei Town Basin.


Wetter: Extrem warm und schwül bei 27 Grad.



Das Meer ist nur 100 m von unserer Unterkunft in Takapuna; das Wetter lädt aber nicht wirklich zum Baden ein 🥴

Meine letzten geliebten Green Lipped Musse in Neuseeland

01.02.2026 – Whangarei Head

Die Unterkunft liegt nicht in der Stadt Whangarei sondern in Whangarei Head, etwa 35 Minuten entfernt. Gescheiter ist wahrscheinlich, wenn man die eine Nacht in der Stadt übernachtet. Dann ist man aber wieder weit vom schönen Ocean Beach Whangarei Heads entfernt 🤔.


Ocean Beach Whangarei Heads

Am Ende der Halbinsel Whangārei Heads liegt der Ocean Beach mit Blick auf den Pazifischen Ozean und mit großartigen Brandungen und dramatischen Sanddünen; es ist ein lokaler Favorit zum Surfen, Bodyboarden oder einfach nur zum Entspannen.


Wetter: Fast die ganze Nebel bei 25 Grad.

31.01.2026 – Ahipara II / Cape Reinga


Unser heutiges Ziel war Cape Reinga. Auf dem Rückweg machten wir Halt bei den Giant Sand Dunes und fuhren einen Teil des legendären Ninety Miles Beach.

Cape Reinga


Giant Sand Dunes

Naturschauplatz mit grandiosen Sanddünen in ständiger Bewegung, beliebtes Ausflugsziel zum Sandboarding.


Ninety Mile Beach

Der Name Ninety Mile Beach ist irreführend – tatsächlich ist er nur 55 mi (89 km) lang. Der Grund für seinen Namen ist unbekannt, es gibt dafür hier mehrere Theorien.


Im Jahr 1932 wurde der Ninety Mile Beach als Landebahn einer der ersten Luftpostdienste zwischen Australien und Neuseeland eingesetzt. Auch heute kann der Ninety Mile Beach von PKW als Alternative zur offiziellen Straße nördlich von Kaitaia benutzt werden, was jedoch nur mit Allradantrieb empfohlen wird. Der Strand ist sogar offiziell ein Teil des Fernstraßennetzes und es gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h. Die Benutzung durch Fahrzeuge erfolgt jedoch ausdrücklich auf eigene Gefahr. Auf den Zufahrtsstraßen ist ein Warnschild errichtet, welches auf die Risiken hinweist. Immer wieder bleiben unvorsichtige und leichtsinnige Autofahrer im lockeren Sand oder im Wasser stecken. Oft enden diese „Pannen“ mit dem Verlust des Autos an die Flut, da am Ninety Mile Beach kein Abschleppdienst zu Hilfe kommt.
Seit 1993 ist der Ninety Mile Beach auch der Austragungsort eines ausschließlich auf dem Strand gelaufenen Marathonlaufs und Ultramarathons, der Te Houtaewa Challenge.


Wetter: Sonnig und bewölkt bei 25 Grädern.

29.01.2026 – Paihia III ☀️

Mit der Fähre (fährt alle 20 Minuten) fuhren wir in 22 Minuten nach Russell, einem sehr netten kleinen und schönen Ort. Nach einem zweiten Frühstück besuchten wir das Russel Museum und bildeten uns weiter über die Geschichte Neuseelands.


Danach wanderten wir 24 Minuten auf die andere Seite der Halbinsel zum Long Beach und verbrachten dort Zeit mit Schwimmen und Relaxen.


Wieder zurück in Russel warteten wir bei köstlichen Austern (€ 14.- / 6 Stück)– die allerdings nur ich gegessen habe – auf die Fähre nach Paihia.

Wetter: Sonnig bis 27 Grad.


27.01.2026 – Paihia I


Die Hundertwassertoilette ist eine öffentliche Toilette in der Gilles Street 60, der Hauptstraße der Ortschaft Kawakawa auf der neuseeländischen Nordinsel.

Die Toilette wurde von Friedensreich Hundertwasser, der von 1973 bis zu seinem Tod 2000 in Kawakawa lebte, in dem für ihn typischen Stil mit geschwungenen Linien, unregelmäßigen Keramikfliesen, integrierten Kleinskulpturen, farbigen Gläsern und einem in die Architektur einbezogenen Baum gestaltet. Die Toilette wurde 1999 eröffnet. Funktional unterscheidet sie sich nicht von anderen Bedürfnisanstalten. 

Die Toilette ist die Hauptattraktion von Kawakawa und die meistfotografierte Toilette Neuseelands. Die Zahl der fotografierenden Besucher übersteigt diejenige derer, die die Anlage als Toilette nutzen, bei weitem.


Herrlich zum Schwimmen
Restaurant By George

Wetter: 24 Grad 👍😃🤪

25.01.2026 – Orewa I


Beim Besuch der Hamilton Gärten begleiteten uns die gewohnten Regenschauer. Aber dazwischen kam auch hie und da die Sonne zum Vorschein, damit die schönen Fotos der super tollen Gartenanlage entstehen konnten.

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Orewa

In Orewa angekommen, war das Ende eines Festival, wo noch ein paar Oldtimer zu sehen waren.

Der Strand von Orewa

Wetter: Regenschauer, so wie in den letzten Tagen bei max. 20 Grad.